Kategorien

Adele Razkövi

Die antike Mythologie zeichnet das Bild des Goldenen Zeitalters als ideale, friedliche Urphase der Menschheitsgeschichte, die durch die entstehende Zivilisation beendet wurde. Adele Razkövi greift in ihren jüngsten Werken immer häufiger das Zivilisationsthema  und Massenphänomen als zentralen Ausgangspunkt auf. Der Mensch ist wie ein Tier dem der Instinkt abhanden gekommen ist. Was macht er in seiner verstand gesteuerten Zivilisationswelt? Er sucht neuerlichen Einklang indem er die Natur zivilisiert und manipuliert. So leben wir in einer Blütezeit in der durch technische Errungenschaften alles möglich ist. Jeder kann alles haben, es fehlt uns an nichts, wir sind wie eine glückliche Menschenmasse am Strand. „Die Herde am Wasser“ nimmt unmissverständlich Bezug auf Lucas Cranachs Darstellungen des goldenen Zeitalters in der Urphase, in der Razkövi den Menschen jedoch als zivilisiertes Tier darstellt.