Kategorien

Andreas Orsini-Rosenberg

Das Entwickeln der Arbeiten, sei es am flachen Grund, mit Licht oder am Objekt verläuft bei Andreas Orsini-Rosenberg selten durchgeplant oder linear. Es ist Reaktion und Umsetzung auf Wahrnehmung beim Hantieren mit Farben, diversen Oberflächen, Materialien oder Licht. Das Entstehende wird reduziert oder vermehrt, mitunter zerstört und anders wieder neu erstellt, anders erarbeitet. das kann zu neuen Lösungen führen. Auslöser ist auch Musik oder Sprache und immer das konzentrierte Wahrnehmen im Alltag. Der zufall spielt eine gewisse Rolle und Bezüge zur Kunstgeschichte bleiben wesentlich und offen.

Wenn er arbeitet, gleichgültig ob er nun malt, eine Radierung oder ein Glasbild schafft, befindet er sich allerdings in seinem eigenen Garten, nur dass die Erde, die er dabei verwendet, eben eine besonders fruchtbare ist, sie stammt von einem riesigen Komposthaufen, auf dem all die zusammengetragenen Bilder und Eindrücke liegen, der Ernte aus jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit abendländischer Kunst, um in einem fröhlich fortschreitenden Verrottungsprozess ihre Energien freizusetzen. (Bruno Pellandini, Auszug aus dem Text zur Ausstellungseröffnung good news, my darling im Loft8)