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Henriette
Leinfellner

Die Zeichnungen von Henriette Leinfellner laden uns zu einer physischen Übung ein, zu einer Entdeckungsreise, die uns abverlangt unterschiedlichste Perspektiven zu erproben: Sich zu entfernen, sich anzunähern und sich im Detail zu verlieren, um dann wiederum zur Gesamtheit zurückzukehren.

In diesen Zeichnungen ist es die „Erde“, die sich uns zeigt, die Erde auf der wir uns bewegen und leben. Die Erde, der wir angehören. Aber um sich auf ihr zurechtzufinden, lädt uns die Künstlerin ein, uns auf jenen Spuren zu verlieren und jeglichen Versuch der rationellen Analyse aufzugeben.

Die Zeichnungen scheinen Karten wiederzugeben, Territorien, Furchen und leerstehende Grenzen. Die Spur des Bleistifts hinterlässt eine Wunde. Hier begegnet man der Schönheit in diesen Arbeiten. Das Signifikante befindet sich manchmal in einem kleinen Detail und die Leere eröffnet der Künstlerin Flächen um die Gedanken in das Werk fließen zu lassen. Die Leere als Ausgangspunkt der Gedanken.

Marcelo Chaparro