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Maria
Hanl

Im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Maria Hanl steht die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen, wobei sie gewohnte Systeme in Frage stellt und deren vermeintliche Stabilität mit der ihnen innewohnenden Fragilität konfrontiert. Momente der Veränderung sind ein wesentlicher Bestandteil in ihren Arbeiten, womit Konstruktion und Dekonstruktion in das Werk eingeschrieben sind. Dabei richten sich oft sehr griffige und inhaltlich geladene Titel mit einer Aufforderung zur Interaktion an die BetrachterInnen.

Wo ornamentale Formen die Widersprüche zwischen einer symbolhaften Harmonie und einer toxischen Beschaffenheit aufwerfen, dort verführen Maria Hanls künstlerische Arbeiten. Sie sin poetisch, leicht, glänzen, scheinen manchmal zu fliegen, sie sind behutsam und zart. Es sind Inszenierungen, die mit optischen Täuschungen arbeiten, die sich erst auf den zweiten Blick gewissermaßen als Manipulationen des Materials erweisen, um zum „giftigen Herz der Dinge“ vorzudringen, wie es Michel Foucault einmal über seine Schreibpraxis sagte, die der Praxis der Kunst nicht unähnlich ist. (Synne Genzmer)